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Annina Eckrich

Zeugnisverweigerungsrechte in modernen Familienformen

Zeugnisverweigerungsrechte in modernen Familienformen

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Produktbeschreibung

In its current form, Section 52(1) of the German Code of Criminal Procedure does not grant many relatives in modern family forms the right to refuse testimony. Annina Eckrich examines whether this exclusion remains appropriate and how the provision should be adapted to reflect contemporary family realities.
An analysis of the applicable legal framework and the protective purposes of Section 52(1) StPO shows that relatives in modern family forms are insufficiently protected. In conjunction with the fundamental rights that give rise to the state's protective obligations, existing protection gaps become apparent. The level of protection required by Article 6(1) of the Basic Law cannot be achieved through traditional methods of interpretation or through incremental judicial development of the law. To ensure comprehensive constitutional protection of the family, Section 52(1) StPO must therefore be interpreted in conformity with the constitution. The author conducts a thorough examination of whether the testimonial obligation of relatives is compatible with the Basic Law, the European Convention on Human Rights, and EU law. She concludes that the current version of Section 52(1) StPO, in conjunction with Section 48(1) sentence 2 StPO, partially violates Article 6(1) of the Basic Law-in its function both as a defensive right and as a specific equality guarantee. The functionality of the criminal justice system may be considered a potential justification. However, a more detailed engagement with this concept shows that it does not suffice to justify the resulting interferences in all cases.

; Ist die Ausgestaltung der Zeugnisverweigerungsrechte für Angehörige angesichts moderner Familienformen noch zeitgemäß Und wie sollte das Gesetz angepasst werden, um heutigen familiären Realitäten gerecht zu werden Eine Analyse der geltenden Rechtslage und der Schutzzwecke des52 Abs. 1 StPO zeigt, dass Angehörige moderner Familienformen unzureichend geschützt sind. Im Zusammenspiel mit den sich aus den Grundrechten ergebenden Schutzpflichten des Staates, werden Schutzlücken deutlich. Das durch Art. 6 Abs. 1 GG gebotene Schutzniveau lässt sich mit klassischen Auslegungsmethoden oder einfacher Rechtsfortbildung nicht erreichen. Um den verfassungsrechtlich geforderten Familienschutz umfassend gewährleisten zu können, muss52 Abs. 1 StPO verfassungskonform ausgelegt werden. Die Autorin prüft, ob die Zeugenpflicht von Angehörigen mit dem Grundgesetz, der Europäischen Menschenrechtskonvention und dem Unionsrecht vereinbar ist. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die derzeitige Fassung des52 Abs. 1 StPO in Verbindung mit48 Abs. 1 S. 2 StPO teilweise gegen Art. 6 Abs. 1 GG verstößt - sowohl in dessen Bedeutung als Abwehrrecht als auch in seiner Funktion als besonderer Gleichheitssatz. Als möglicher Rechtfertigungsgrund kommt die Funktionstüchtigkeit der Strafrechtspflege in Betracht. Eine inhaltlich vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Topos zeigt jedoch, dass er die bestehenden Eingriffe nicht in allen Fällen zu rechtfertigen vermag.
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