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Warlam Schalamow

Über Prosa

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Produktbeschreibung

Warlam Schalamows literarisches Werk wird häufig in die Nähe Franz Kafkas, Isaak Babels, aber auch Samuel Becketts gerückt. Über Prosa versammelt seine Reflexionen über das Schreiben, literarische Prosa, das Gedächtnis, die Sprache, die Wahrheit in der Kunst. Er kämpft um die Möglichkeit des Autors, durch die Sprache Wahrheit auszudrücken, diese zu treffen, wenn er über die Erfahrungen und das Erlebte in den Lagern berichtet. Es ist die verdichtete Auseinandersetzung Schalamows mit der Verbindung von Kunst und Leben, aber auch ein Erkunden anderer Wege für Wissen und Erkenntnis. Die Texte sind Zeugnis seiner Suche nach einer »Prosa lebendigen Lebens, die zugleich umgewandelte Wirklichkeit, ein umgewandeltes Dokument ist«. Die Auseinandersetzung hat bis heute nichts an ihrer Aktualität eingebüßt. Die Briefe Schalamows u. a. an Aleksandr Solshenizyn, Nadeshda Mandelstam, Boris Pasternak oder Natalja Stoljarowa verdeutlichen, wie intensiv Schalamow mit seinen Zeitgenossen über die Notwendigkeit einer neuen Prosa diskutierte.

Um das Unerhörte der Lagererfahrung vermitteln zu können, entwickelte Warlam Schalamow eine einzigartige literarische Sprache. Er wollte den Leser hineinziehen in den Lageralltag und die Differenz zwischen Erlebtem und Erzähltem so gering wie möglich halten, um so nahe wie möglich an der Wahrheit zu bleiben: 'Er wollte einzig authentische Literatur schaffen, eine paradoxe nicht-literarische Literatur, eine Anti-Literatur. Für das Unsagbare der Lager-Erfahrung sollte eine neue, unerhörte Schreibart entstehen.' (Ralf Dutli, Literaturen)

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