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Florian Leander Grießer

Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess

Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess

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Produktbeschreibung

The digitalization of civil proceedings improves the framework conditions for a structured presentation of the parties' submissions. Building on existing approaches that require the parties to structure their statements of case, Florian Grießer develops a structuring concept that generates a tabular overview of the entire procedural communication. This concept is distinguished by the fact that it grants the parties the greatest possible freedom of presentation while simultaneously enabling the spatial alignment of substantively related content. An individual sorting function, in particular, eliminates the need for the defendant to adhere to the claimant's structure-a requirement commonly found in comparable proposals. Such a structuring concept must be safeguarded through enforcement mechanisms. In Grießer's model, sanctions serve as instruments of judicial case management to achieve multiple objectives. They must be effective and, at the same time, compatible with constitutional principles, should entail only minimal administrative effort, and should impose the negative consequences of non-compliance on the responsible party or even on their legal counsel. Drawing inspiration from sanctions in English civil procedure, the author designs a three-stage, escalating enforcement system: if a request for revision remains unheeded, the party must index its submission with keywords and bear additional court and solicitor's fees. If a submission is incorrectly indexed and overlooked by the court, a preclusion sanction is imposed in the subsequent instance.

The work was awarded the 2025 Doctoral Prize in Law of the University of Tübingen.

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Die Digitalisierung des Zivilprozesses verbessert die Rahmenbedingungen für einen strukturierten Parteivortrag. Aufbauend auf Ansätzen zur stärkeren parteiseitigen Strukturierung des Prozessstoffs entwickelt Florian Grießer ein Strukturierungskonzept, das eine tabellarische Gesamtübersicht der Prozesskommunikation erzeugt. Es zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es den Parteien größtmögliche Darstellungsfreiheit einräumt und zugleich ermöglicht, inhaltlich Zusammengehörendes räumlich beisammen abzubilden. Eine individuelle Sortierfunktion macht insbesondere eine Strukturbindung des Beklagten an die Struktur des Klägers obsolet, die vergleichbare Vorschläge zumeist erfordern. Ein solches Strukturierungskonzept ist über Durchsetzungsmechanismen abzusichern. In Grießers Konzept dienen Sanktionen als Instrumente der richterlichen Verfahrensleitung dazu, mehrere Ziele zu erreichen. Sie müssen wirksam und zugleich verfassungskonform sein, sollen nur geringen Sanktionierungsaufwand hervorrufen und die negativen Folgen einer Missachtung der verursachenden Partei oder gar ihrem Rechtsbeistand aufbürden. Inspiriert von Sanktionen des englischen Zivilprozessrechts entwirft der Autor ein dreistufig eskalierendes Durchsetzungssystem: Sofern eine Nacharbeitsaufforderung fruchtlos bleibt, hat die Partei ihren Vortrag zu verschlagworten sowie zusätzlich anfallende Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren zu tragen. Wurde Vortrag falsch verschlagwortet und vom Gericht übersehen, folgt eine Präklusionssanktion in der Folgeinstanz.

Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis 2025 im Fach Rechtswissenschaften der Universität Tübingen ausgezeichnet.

; Ausgezeichnet: Promotionspreis im Fach Rechtswissenschaften der Universität Tübingen, 2025
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