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Produktbeschreibung
Katja Fiechter zeigt mit einer Kombination aus wahrnehmungsdialektologischen und soziolinguistischen Methoden am Beispiel der ländlichen Region Laufental-Thierstein, dass Kantonsgrenzen für linguistische Laien in der Schweiz nicht immer entscheidend für deren Dialektstrukturierung sind und Mobilität nicht zwangsläufig zur Annäherung an städtische Dialekte führt. Die Studie basiert auf leitfadengestützten Interviews und draw-a-map-Aufgaben mit 69 Personen aus drei Generationen. Mental Maps spiegeln die Wahrnehmung der Sprecherinnen und Sprecher zur dialektalen Struktur wider, während umfangreiche Sprachdaten einen Echtzeitvergleich von sechs lautlichen Variablen mit dem Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS) ermöglichen. Neben Alter und Geschlecht der Probandinnen und Probanden liegt der Fokus auf Alltagsmobilität, für deren Analyse eine neue methodische Herangehensweise präsentiert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitsmobilität - im Gegensatz zur Freizeitmobilität - statistisch signifikanten Einfluss auf die basisdialektalen Realisierungen der sozial bewerteten Velarisierung von mittelhochdeutsch nd hat.
