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Jenny Vorpahl

Säkularität, Individualität und Überhöhung in aktuellen Trauansprachen

Säkularität, Individualität und Überhöhung in aktuellen Trauansprachen

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Produktbeschreibung

This study examines how marriages are characterized, interpreted, and legitimized in contemporary German civil and church wedding speeches. It draws on nearly 400 wedding speeches, legal texts, administrative regulations, and guidebooks, as well as dogmatic, liturgical, and pastoral-theological writings.

Combining approaches from intertextuality, topos, and systems theory, the author identifies shared rhetorical patterns, images, and stereotypes in religious and non-religious speeches that convey norms, ideals, and conventions associated with weddings. The descriptive comparison is followed by a contextualization and analysis of the findings, examining especially the adaptation of the state and the churches to the autonomy of private-sphere system that has emerged in the course of secularization processes.

The book concludes with a critical examination of the discourse surrounding the sacralization of civil marriages in light of what civil and church wedding ceremonies can respectively offer. [Language: German]

Winner of the 'Dissertationspreis' of the 'Deutsche Vereinigung für Religionswissenschaft' 2025

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Die Untersuchung geht der Frage nach, wie Eheschließungen in aktuellen deutschen standesamtlichen und kirchlichen Traureden charakterisiert, gedeutet und legitimiert werden. Hierfür wird eine Fülle an Professionsliteratur herangezogen: Im Zentrum stehen knapp 400 Traureden, flankiert von Rechtstexten, Verwaltungsvorschriften und Ratgeberliteratur sowie dogmatischen, liturgischen und pastoraltheologischen Schriften.

Im Rahmen eines komparatistischen Forschungsdesigns wird eine Methodik entworfen, die intertextualitäts-, topos- und systemtheoretische Ansätze kombiniert. Damit werden in den religiösen und nichtreligiösen Ansprachen zunächst geteilte rhetorische Muster, Bilder und Stereotype identifiziert, welche mit dem Anlass verbundene Normen, Ideale und Konventionen transportieren. Ebenso werden systemspezifische Anschlüsse und deren Selektion deutlich. Auf den deskriptiven Vergleich folgen die Einbettung und Auswertung der Befunde mithilfe von prozesstheoretischen Ansätzen. Als besonders relevanterweist sich hier die Anpassung von Staat und Kirchen an die im Zuge von Säkularisierungsprozessen herausgebildete Eigenständigkeit des Intimsystems. Schließlich erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Rede von einer Sakralisierung von Ziviltrauungen angesichts dessen, was standesamtliche und kirchliche Trauungsangebote jeweils leisten können.

Gewinnerin des Dissertationspreises der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft 2025

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