Zu Produktinformationen springen
1 von 1
Dmitry Tarikanov

Qualifikationskonflikt, Metakollisionsnorm, Privatscheidung

Qualifikationskonflikt, Metakollisionsnorm, Privatscheidung

Normaler Preis €109,00
Normaler Preis Verkaufspreis €109,00
Sale Ausverkauft
inkl. MwSt.
Zustand

Produktbeschreibung

The conflict of characterization in private international law (PIL) arises between characterization under the lex fori and under the lex causae. When determining the concepts used to define the object of the choice of law-rule, functional characterization offers a more fruitful approach. Against the background of French and German private international law, Dmitry Tarikanov addresses this classic question of conflict of laws using the example of private divorce. Here, the focus shifts to the distinction between the validity of a divorce under conflict of laws rules (PIL) and under procedural principles (recognition in procedural law), as well as to the so-called recognition of a legal situation under primary EU law. The author shows that a meta-conflict rule resolves the prior conflict of characterization by determining whether a private divorce is to be classified as an institution of procedural law or of substantive law. The method of procedural recognition may be applied to out of court decisions where, functionally, they are equivalent to a domestic judgment. Whether such functional equivalence exists depends on the legal effects of the decision. A deficiency in foreign administrative involvement is addressed in German law by the criterion of the requisite constitutive involvement of a foreign public authority, and in French law by the ordre public (public policy) reservation.; Mit der Qualifikation wird im Internationalen Privatrecht eine Rechtsfrage unter einen Begriff des Anknüpfungsgegenstandes einer Kollisionsnorm subsumiert. Ein Qualifikationskonflikt entsteht, wenn lex fori und lex causae eine Rechtsfrage unterschiedlich einordnen. Weiterführend ist die funktionelle Qualifikation. Dmitry Tarikanov widmet sich dieser klassischen Frage des Kollisionsrechts vor dem Hintergrund des französischen und des deutschen internationalen Privatrechts am Beispiel der Privatscheidung. Hier tritt die Unterscheidung zwischen der Wirksamkeit einer Scheidung nach kollisionsrechtlichen (IPR) und nach prozessualen Grundsätzen (verfahrensrechtliche Anerkennung) sowie die der sogenannten primärrechtlichen Rechtslagenanerkennung in den Vordergrund. Der Autor arbeitet heraus, dass eine Metakollisionsnorm den vorgeordneten Qualifikationskonflikt entscheidet, ob eine Privatscheidung als Institution des Verfahrensrechts oder des materiellen Rechts einzustufen ist. Die Methode der verfahrensrechtlichen Anerkennung kann auf außergerichtliche Entscheidungen Anwendung finden, wenn sie funktionell einem inländischen Urteil gleichwertig sind. Die Annahme der funktionellen Gleichwertigkeit hängt von den Rechtsfolgen der Entscheidung ab. Einem ausländischen behördlichen Mitwirkungsdefizit wird im deutschen Recht mit dem Kriterium der erforderlichen ausländischen konstitutiven behördlichen Mitwirkung und im französischen Recht durch den Vorbehalt des ordre public begegnet.
Vollständige Details anzeigen Informationen anzeigen
1 von 3