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Produktbeschreibung
Die Auseinandersetzung mit Holocaust und Nationalsozialismus muss auch für den Deutschunterricht aktualisiert werden: Zum einen erreichen offizielle Erinnerungsinszenierungen eine nachwachsende Generation kaum mehr und zum anderen muss der Erinnerungsbegriff selbst reformuliert werden. Erinnerungsfähiges Wissen kann nicht (mehr) vorausgesetzt, sondern muss erst hergestellt und aufbereitet werden. Der Deutschunterricht muss reagieren: Eine Möglichkeit liegt darin, die Textgrundlagen zu erweitern, den Anforderungen anzupassen sowie mit Praktiken zu verbinden. Da immer weniger auf unmittelbare Erfahrungen an die Zeit von Holocaust und NS-Verbrechen zurückgegriffen werden kann, ist die Weitergabe von Erinnerung zunehmend auf Trägermedien und ihre Erschließung angewiesen. Die Verantwortlichkeit des Deutschunterrichts betrifft auch den Wandel medialer und ästhetischer Verfasstheit der 'Erinnerungstexte': Es geht um das Stiften und Begleiten von Erfahrungen mit ihren formal-ästhetischen Besonderheiten und mithin um Erschließungskompetenzen. Hierzu können für den Literaturunterricht neben (digital gespeicherten) Zeitzeug*innengesprächen vor allem innovative und multimodale Textformate (bspw. Filme, Graphic Novels, multimediale Lernumgebungen etc.) genutzt werden. Die Beiträge beleuchten Aspekte dieses Wandels und daraus resultierende Herausforderungen aus fachdidaktischen, aber auch inter- und transdisziplinären Perspektiven. Neben didaktisch orientierten Textkommentaren wird die Perspektive der Lehrkräfte eingeholt, denn auch hier hat eine nachwachsende Generation veränderte Überzeugungen und Orientierungen.
Die Herausgebenden haben Professuren für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur inne, Anja Ballis an der Universität München, Anette Sosna an der Universität Greifswald und Dieter Wrobel an der Universität Würzburg.
INHALT
ANJA BALLIS, ANETTE SOSNA UND DIETER WROBEL Praktiken der Erinnerung: Wandel, Orientierung, Konsequenzen. Zur Einführung 1
ANETTE SOSNA 'Wollen die Deutschen noch hinschauen ' Textwirkungen, Erinnerungskultur und der Bildungsauftrag des Deutschunterrichts 13
MICHELE BARRICELLI Geschichtskultur als Praxis der Erinnerung an die Demokratie 23
ANDREAS OHME Holocaustliteratur. Versuch einer Begriffs- und Funktionsbestimmung 37
MONIKA ROX-HELMER 'Vorbei ist eben nicht vorbei'. Die Nachgeschichte von Nationalsozialismus und Holocaust in der aktuellen Jugendliteratur als Anlass zur unterrichtlichen Reflexion von Praktiken des Erinnerns 55
JENNIFER EHRHARDT UND SASCHA FEUCHERT Doppelte (dreifache ) Adaption als Chance. Marcin Szczygielskis Flügel aus Papier zwischen literarischem und historischem Lernen 75
MICHAEL VEEH UND DIETER WROBEL Comics, Graphic Novel
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Herrlich ironische, clever konstruierte Krimi, die zeigen: In jeder Familie steckt ein bisschen Mordlust. Perfekt für alle, die gerne mit raten – und sich dabei köstlich amüsieren wollen.
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Ein geheimnisvolles Archiv und eine junge Schriftstellerin auf der Suche nach der Wahrheit – willkommen in Castle Knoll, wo jeder Verdächtige sein könnte!
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