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A esja Lavrinovica undertakes a detailed critical examination of 1 Corinthians 14:34-35, a passage that has played a decisive role in debates on women's participation in early Christian worship. Drawing on textual criticism, redaction criticism, and linguistic analysis, she explores the syntactic, semantic, and pragmatic dimensions of the verses in close dialogue with manuscript traditions, with particular attention to early Greek and Latin witnesses. This investigation is framed against centuries of exegetical engagement, from patristic interpretation to modern scholarly debate.
The author's analysis demonstrates that verses 34-35 form a discrete textual unit with tenuous syntactic links to the surrounding context. Pronoun usage, verbal forms, and central terms such as s , ni, and Gamma th exhibit striking incongruities, reinforcing the hypothesis of interpolation. Furthermore, she highlights the function of verses 33b and 36 as an editorial frame that universalizes the prohibition of women's speech in order to emphasize ecclesiastical unity. This insight supports the conclusion that the passage is not authentically Pauline but the product of later editorial activity.
Challenging rhetorical approaches that assume textual coherence, the author proposes instead that textual incoherence be read as evidence for interpolation. The findings shed new light on questions of Pauline authorship, the role of women in early Christian assemblies, and the processes by which doctrinal norms were established.
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A esja Lavrinovica unternimmt eine kritische und detaillierte Analyse der Verse 1 Kor 14,34-35, die seit Jahrhunderten zentrale Bedeutung in der Diskussion um die Rolle von Frauen in frühchristlichen Gemeinden besitzen. Sie verbindet textkritische, redaktionskritische und sprachwissenschaftliche Methoden, um die syntaktischen, semantischen und pragmatischen Besonderheiten der Perikope herauszuarbeiten. Dabei wird die handschriftliche Überlieferung mit besonderem Blick auf frühe griechische und lateinische Texte untersucht und im Licht der exegetischen Diskussion von der Patristik bis zur Gegenwart bewertet.
Die Autorin zeigt, dass die Verse 34-35 eine eigenständige Texteinheit mit brüchigen syntaktischen Anbindungen bilden. Pronomengebrauch, Verbformen und Schlüsselbegriffe wie s , ni und Gamma th weisen deutliche Spannungen zu den umgebenden Versen auf. Diese Beobachtungen stützen die Hypothese einer späteren Einfügung. Zugleich arbeitet die Autorin die Funktion der Verse 33b und 36 als redaktionellen Rahmen heraus, der die vermeintliche Vorschrift universalisieren und auf die Einheit der Kirche ausrichten sollte. Damit erweist sich der Abschnitt als nicht-authentisch paulinisch, sondern als spätere redaktionelle Schicht.
A esja Lavrinovica hinterfragt traditionelle rhetorische Interpretationen, die von einer durchgehenden Kohärenz ausgehen, und schlägt stattdessen ein Modell vor, das Textinkohärenzen als Belege für Interpolation versteht. Sie bietet so neue Einsichten in Fragen der Autorschaft, der frühkirchlichen Praxis im Umgang mit Geschlechterrollen und der Herausbildung kirchlicher Normen.