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Jason Wendel

Luke and the Law

Luke and the Law

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Produktbeschreibung

Engaging the prevailing scholarly claim of inconsistency in Luke's approach to the Mosaic Law, Jason Wendel develops a comprehensive interpretation that reveals Luke's coherent view of Torah. He argues that Luke, in continuity with the Jewish writings of the late Second Temple period, conceives of the Law as both regulative command and prophetic revelation - functions that remain operative in the age of the Church. This understanding is rooted in Israel's prophetic tradition, where mercy, justice, and righteousness define genuine observance. The author demonstrates that Luke's portrayal of Jesus and his followers consistently identifies them as those who comprehend and obey the law rightly, while their adversaries - who accuse them of transgression - emerge as true violators through their deeds. Through close narrative analysis, he situates this rhetorical pattern within Luke's theological and social horizon, suggesting that adherence to the Law forms a crucial marker of early Christian identity. Jason Wendel thus opens up new perspectives on the relationship between law, prophecy, and Christian identity in Luke's double work.; In Auseinandersetzung mit der weit verbreiteten These einer inneren Widersprüchlichkeit der lukanischen Haltung gegenüber der Torah entwickelt Jason Wendel eine systematisch geschlossene Rekonstruktion von Lukas' Sicht des mosaischen Gesetzes. Er zeigt, dass Lukas - im Einklang mit nahezu der gesamten jüdischen Literatur des späten Zweiten Tempels - das Gesetz nicht nur als prophetische Verheißung, sondern zugleich als verbindliche Ordnung versteht. Beide Dimensionen behalten nach Lukas' Auffassung auch im Zeitalter der Kirche Gültigkeit. Diese Kontinuität gründet in der prophetischen Tradition Israels, die die Erfüllung der Forderung nach Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit als das Wesen wahrer Toragehorsamkeit bestimmt. Der Autor arbeitet heraus, dass Lukas in Evangelium und Apostelgeschichte Jesus und seine Anhänger als die eigentlichen Interpreten und Befolger des Gesetzes zeichnet, während ihre Gegner, die sie des Gesetzesbruchs bezichtigen, durch ihr Verhalten selbst als Übertreter des Gesetzes erscheinen. Diese konsequente rhetorische Charakterisierung verweist auf eine soziale Situation, in der die Wahrung der Tora als identitätsstiftendes Moment des frühen Christentums verstanden werden kann. Damit eröffnet Jason Wendel neue Perspektiven auf das Verhältnis von Gesetz, Prophetie und christlicher Identität im lukanischen Doppelwerk.
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