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Moritz Simon Knöferl

Kulturlandschaften und Kommunale Planungshoheit

Kulturlandschaften und Kommunale Planungshoheit

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Produktbeschreibung

The work examines the legal possibilities and limits of effectively protecting cultural landscapes within the tension between municipal planning autonomy and the expansion of renewable energy (wind and solar power) in Germany, with a focus on Bavaria. It starts from the question of whether cultural landscapes, under current law, possess a sufficiently consolidated level of protection to assert themselves against competing land-use decisions.
The study follows a doctrinal legal approach with references to historical geography. It first defines various protected interests in terms of cultural landscapes and assigns specific protection mandates to each. The analysis focuses in particular on spatial planning law, regional planning law, as well as nature conservation and heritage protection law. The scope of protection ranges from area-based protection to forms of managed identity protection.
It then examines how these protection mandates can be implemented through concrete legal instruments. The findings reveal a heterogeneous and fragmented structure with limited enforceability, although instruments such as priority areas and landscape protection areas prove to be relevant mechanisms.
In a third step, the tension with municipal planning autonomy is analyzed. Due to the statutory privileging of renewable energy, cultural landscape concerns are often pushed aside in planning decisions, although there remain selective opportunities for enforcement.
The study contributes to a systematic doctrinal analysis of cultural landscape protection and, using the Donaumoos as a case study, highlights practical lines of conflict and potential avenues for reform.

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Das Werk untersucht die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen eines effektiven Schutzes von Kulturlandschaften im Spannungsfeld zur Kommunalen Planungshoheit unter den Bedingungen des Ausbaus erneuerbarer Energien (Wind- und Solarenergie) in Deutschland mit Schwerpunkt Bayern. Ausgangspunkt ist die Frage, ob Kulturlandschaften im geltenden Recht eine hinreichend verdichtete Schutzposition entfalten und sich gegenüber konkurrierenden Nutzungsentscheidungen behaupten können.
Die Untersuchung folgt einem rechtsdogmatischen Ansatz mit Bezügen zur historischen Geographie. Zunächst werden unterschiedliche Schutzgüter definiert und jeweils eigene Schutzaufträge bestimmt. Analysiert werden insbesondere Raumordnungsrecht, Landesplanungsrecht sowie Naturschutz- und Denkmalschutzrecht. Der Schutz reicht dabei von Flächenschutz bis zu gesteuertem Identitätsschutz.
Anschließend wird untersucht, wie diese Schutzaufträge durch konkrete Rechtsinstrumente umgesetzt werden können. Die Ergebnisse zeigen eine heterogene und fragmentierte Ausgestaltung mit begrenzter Durchsetzungskraft, wobei etwa Vorranggebiete und Landschaftsschutzgebiete relevante Instrumente darstellen.
Im dritten Schritt wird das Spannungsverhältnis zur Kommunalen Planungshoheit unter den Bedingungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien analysiert. Durch die gesetzliche Privilegierung erneuerbarer Energien werden kulturlandschaftliche Belange in der Abwägung häufig zurückgedrängt, sodass punktuelle Durchsetzungsmöglichkeiten dann nur in abwägungsresistenten Einwirkungsmöglichkeiten bestehen.
Die Arbeit leistet einen Beitrag zur systematischen Aufarbeitung des Kulturlandschaftsschutzes und zeigt am Beispiel des Donaumooses praktische Konfliktlinien und Reformansätze auf.

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