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Katrin Kropp

Erbgesundheitsgerichtsbarkeit im Saarland

Erbgesundheitsgerichtsbarkeit im Saarland

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Produktbeschreibung

»Eugenics Courts in Saarland. Legal Framework, Victims, Perpetrators and Compensation«: This thesis examines the 'Law for the Prevention of Hereditary Diseases' of 14 July 1933, the proceedings conducted on the basis of this law at the Hereditary Health Court for the Saarland in Saarbrücken and at the Higher Hereditary Health Courts in Zweibrücken and Cologne, and the 'reparation' granted to those who were forcibly sterilised under the law. The central question is whether the Hereditary Health Act should be classified as a Nazi unjust law.; Die Arbeit untersucht das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« vom 14. Juli 1933 sowie die auf seiner Grundlage durchgeführten Verfahren vor dem Erbgesundheitsgericht Saarbrücken und den zuständigen Erbgesundheitsobergerichten in Zweibrücken und Köln. Zudem wird die »Wiedergutmachung« für jene Personen analysiert, die infolge dieses Gesetzes zwangsweise sterilisiert wurden.

Auf Basis der Auswertung einschlägiger Verfahrensakten wird der Frage nachgegangen, ob und unter welchen Voraussetzungen das Gesetz als nationalsozialistisches Unrechtsgesetz qualifiziert wurde und welche Auswirkungen dies auf die Wiedergutmachungspraxis hatte. Die Untersuchung verdeutlicht insbesondere die ausgeprägte Anpassungsfähigkeit der Justiz an die nationalsozialistische Herrschaft. Zugleich zeigt sich, dass die späte Anerkennung des Unrechtscharakters des Gesetzes in den 1980er Jahren für die Betroffenen erhebliche und teilweise langanhaltende Nachteile zur Folge hatte.

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