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Christoph Schoppe

Die Ausgleichung lebzeitiger Zuwendungen im Erbrecht

Die Ausgleichung lebzeitiger Zuwendungen im Erbrecht

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Produktbeschreibung

Inheritance and gifting are, to a certain extent, functionally interchangeable. German inheritance law responds to this by providing for the collation of inter vivos transfers under2050(1) BGB, the underlying value judgments of which extend to the compulsory share through2316(1) BGB. In this way, certain lifetime transfers are subjected to inheritance-law concepts of equal treatment. This system, however, has increasingly come under criticism. Christoph Schoppe therefore reconstructs the doctrine of collation from historical, comparative, and doctrinal perspectives. The historical foundations that long supported the institution have largely been forgotten, making its present-day justification difficult. From a comparative perspective, England and Switzerland have faced similar challenges, but their responses are more advanced: while English intestate succession no longer provides for the collation of lifetime transfers, Swiss law relies on a far-reaching system of collation. This contrast raises the question of which path German law should pursue in the future. From a doctrinal standpoint, the central problem lies in the conceptualisation of what constitutes a 'portion' under1624(1) BGB. The current definition's indistinct contours, strong dependence on the subjective intent of the parents, and uncertain delineation from other transfers lead to outcomes that are difficult to predict. These uncertainties extend into the law around collation, rendering it both practically unwieldy and normatively questionable. Schoppe concludes by discussing possible options for reform de lege ferenda.; Erben und Schenken sind in gewissem Umfang funktional austauschbar. Das deutsche Erbrecht reagiert darauf mit der Ausgleichung lebzeitiger Zuwendungen nach2050 Abs. 1 BGB, deren Wertungen sich über2316 Abs. 1 BGB im Pflichtteilsrecht fortsetzen. Auf diese Weise werden bestimmte Zuwendungen erbrechtlichen Gleichbehandlungsansprüchen unterworfen. Dieses System ist jedoch zunehmend in die Kritik geraten. Christoph Schoppe rekonstruiert die Ausgleichung daher aus historischer, rechtsvergleichender und dogmatischer Perspektive. Historisch tragende Grundlagen des Instituts sind weitgehend in Vergessenheit geraten, was seine heutige Begründung erschwert. Rechtsvergleichend zeigt sich, dass auch England und die Schweiz mit ähnlichen Problemen konfrontiert waren, deren Lösungen jedoch weiterentwickelt sind: Während im englischen Intestaterbrecht keine Ausgleichung mehr erfolgt, setzt die Schweiz auf eine weitreichende Ausgleichung. Diese Gegensätze werfen die Frage auf, welchen Weg das deutsche Recht künftig einschlagen soll. Dogmatisch steht der unklare Begriff der Ausstattung (1624 Abs. 1 BGB) im Zentrum der Probleme. Seine unscharfen Konturen, die starke Abhängigkeit vom subjektiven Elternwillen und die unsichere Abgrenzung zu anderen Zuwendungen führen zu schwer vorhersehbaren Ergebnissen. Diese Unsicherheiten setzen sich im Erb- und Pflichtteilsrecht fort und machen die Ausgleichung praktisch wie normativ problematisch. Abschließend diskutiert Schoppe mögliche Reformoptionen de lege ferenda.
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