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Julia Görtz

Ästhetik der Distanz bei Ornela Vorpsi und Bessa Myftiu

Ästhetik der Distanz bei Ornela Vorpsi und Bessa Myftiu

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Produktbeschreibung

The book series (Re)visionen aims at a revision of the literary canon analyzing Italian and Romance literary and cultural history according to gender-inclusive, comparative, intermedial, and transnational criteria. Not only does it place a special focus on often disregarded authors, texts, and media (such as films, series, and blogs), but it also fosters new readings of canonized works, for example, by considering findings from emotion research and modern subject theory. Among the topics thus analyzed from new perspectives are European and postcolonial narratives of eating disorders and the menstrual cycle, which has been present as a literary motif since Dante's Divina commedia and Boccaccio's Corbaccio, yet without ever being considered in literary studies.

(Re)visionen is affiliated with the Center of Italian Studies at Bonn University. It publishes essay collections based on the annual conferences of the trinational research group Italianistica (Paris-Sorbonne, Florence, Bonn) and of the German-Italian Studies research network (Florence, Bonn) as well as monographs emanating from these cooperations. It also welcomes submissions by external researchers.

Editorial Board

Claudia Jacobi (Bonn)

Irene Gambacorti (Firenze)

Paul Geyer (Bonn)

Manuele Gragnolati (Paris, Sorbonne)

Davide Luglio (Paris, Sorbonne)

Simone Magherini (Firenze)

Delphine Rumeau (Grenoble)

Lisa Tenderini (Bonn)

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Der vorliegende Band untersucht, inwiefern und mit welchem Ziel die aus Albanien stammenden Autorinnen Ornela Vorpsi und Bessa Myftiu die Distanz, die sie zu ihrem Herkunftsland geschaffen haben, in ihren literarischen Texten weiterführen. Beide lebten bis zum Fall der kommunistischen Regimes im Jahr 1991 in Albanien, Vorpsi emigrierte zunächst nach Italien, später nach Frankreich, Myftiu hingegen in die Schweiz. Beide Autorinnen wechselten im Zuge ihrer Migration außerdem die (Literatur-)Sprache. Unter anderem wird im Band der Frage nachgegangen, wie sich diese geographische und sprachliche Distanz auf die ästhetische Gestaltung der literarischen Werke auswirkt.

Es wird die These aufgestellt, dass Vorpsi und Myftiu ihr außerliterarisches Bedürfnis nach Distanz zu Albanien auch innerliterarisch realisieren, indem sie sich bestimmter Strategien der narrativen Distanzierung bedienen: Fragmentierung, Visualität, Intertextualität und Ironie. Sie nutzen diese Strategien, um mit der kommunistischen Diktatur und dem albanischen Patriarchat zusammenhängende, teils traumatische Ereignisse sowie ihre Kritik an diesen und weiteren Machtstrukturen implizit zu verhandeln, anstatt sie ausdrücklich beschreiben, darstellen oder äußern zu müssen.

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