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Daniel Gerte

Compassion

Compassion

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Produktbeschreibung

For Metz, compassion is not an isolated topic, but must be understood within the broader context of his thought and requires further development using contemporary conceptual frameworks. Drawing on selected critiques of political theology, within which compassion is embedded, it makes sense to develop 'narrative-practical Christianity' into 'mytho-compassionate Christianity'. The task is to provide a philosophical and theological foundation and contextualisation for compassion.
In terms of the theses and arguments, the methodological approaches are re-organising and analytical, constructive and critical, and thus hermeneutical. Furthermore, the ongoing comparison with the selected existential thinkers reveals an existential integration of theology in Metz's work.
Mytho-compassionate Christianity symbiotically unites the transcendent, unapproachable God and the world in need of salvation. If every capacity for reason and language follows the (arche)type; if mythology seeks to put into words precisely that which is beyond words; if religiosity - in particular Christian, ecclesiologically shaped religiosity - is constitutive and memory-forming, if a central element of this anamnetic structure is compassion, and if liturgical practice constantly brings to mind the life and work of Jesus - including in an imperative sense - then an immediate connection arises between the one Being and compassion, between imagery and compassion. For Christians, the power of compassion arises from the mythological, imagery-rich (linguistic) gesture of the liturgical-anamnetic reconnection with the Triune God. Any attempts to differentiate, categorise and prioritise Christian thought and action leave out the original imagery of the One and fail to recognise its immanent interdependent structure.

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Compassion ist bei Metz kein Einzelthema, sondern im Gesamtkontext seines Denkens zu erschließen und bedarf der Weiterentwicklung mit zeitgenössischen Denkfiguren. Unter Bezugnahme auf ausgewählte Kritik an der politischen Theologie, in welche die Compassion eingebettet ist, bietet es sich an, das narrativ-praktische Christentum zu einem mytho-compathischen Christentum weiterzuentwickeln. Die Aufgabe besteht darin, eine philosophisch-theologische Fundierung und Verortung der Compassion zu leisten.
Die methodischen Verfahrensweisen sind im Blick auf die Thesen und Argumente reorganisierend-analytisch, konstruktiv-kritisch und somit hermeneutisch. Ferner zeigt der fortlaufende Vergleich mit den ausgewählten existenz-orientierten Denkerinnen und Denkern eine existentielle Einbindung der Theologie bei Metz an.
Das mytho-compathische Christentum fügt den transzendenten, unverfügbaren Gott und die erlösungsbedürftige Welt symbiotisch zusammen. Wenn jedes Vernunft- und Sprachvermögen dem (Ur-)Bild folgt, wenn Mythologie eben jenes versucht ins Wort zu bringen, was ohne Worte ist, wenn Religiosität - in besonderer Weise die christliche, ekklesiologisch geformte Religiosität - konstitutiv-erinnerungsstiftend ist, wenn ein zentrales Element dieser anamnetischen Struktur das Mitleid ist und wenn die gottesdienstliche Praxis stetig das Leben und Wirken Jesu - auch imperativisch - vergegenwärtigt, ergibt sich ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem einen Sein und dem Mitleid, zwischen der Bildlichkeit und der Compassion. Die Kraft zur Compassion ergibt sich für Christen aus dem mythologischen, bildreichen (Sprach-)Gestus der liturgisch-anamnetischen Rückbindung an den dreieinen Gott. Jedwede Versuche, christliches Denken und Handeln zu differenzieren, zu kategorisieren und zu priorisieren lassen die ursprüngliche Bildlichkeit des Einen außen vor und verkennen die ihr immanente interdependente Struktur.

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