{"product_id":"schon-wieder-noch-nie","title":"SCHON WIEDER NOCH NIE","description":"Herbert J. Wimmer ist ein genauer Beobachter unseres Alltags und unserer Alltäglichkeit - selbst die Erinnerung und das Erinnern werden als Phänomene unserer Gegenwart bewusst gemacht. Gleichzeitig ist er ein großer Formalist, dessen Texte einem strengen Konstruktionsplan folgen:                 \u003ci\u003eschon wieder noch nie\u003c\/i\u003e                 ist in 13 Abschnitte gegliedert, genannt »quartale«, umfasst also einen Zeitraum von 3 Jahren und 3 Monaten, ein Zeit-Raum der jedoch beim Lesen als gegenwärtiger erlebt wird: »die gegenwart muss nicht gemessen werden, unterteilt werden, in immer kleinere einheiten, gegenwart ist«, wie Wimmer in dem im Anhang des Buches abgedruckten Werkstattgespräch angemerkt hat.Die fünf Protagonisten von                 \u003ci\u003eschon wieder noch nie\u003c\/i\u003e                 - feuer, fromovic, haslauer, blaunsteinerin und blaunsteiner (für kundige Wimmer-Leser                 \u003ci\u003ealte Bekannte\u003c\/i\u003e                ) - leben ihre psychodynamischen Wechselwirkungen im mehr oder weniger                 \u003ci\u003esafe space\u003c\/i\u003e                 der                 \u003ci\u003eagentur für alles\u003c\/i\u003e                 aus: miteinander und aneinander vorbei, distanziert und liebevoll, aufeinander einwirkend, sich aufeinander auswirkend. Sie sind im wahrsten Sinn sprechende Figuren, die gesprochen werden wie sie sich selbst sprechen, aussprechen: »einige figuren sorgen sich darum, von wem sie geschrieben werden: von einem autor, einer autorin, mit hetero- oder homosexuellen gewohnheiten, mit bi- oder sonstigem mischverhalten, von einer transperson, von einem oder mehreren asexuellen wesen ...«                \u003ci\u003eschon wieder noch nie\u003c\/i\u003e                 ist herbert j. wimmers 15. Publikation bei Sonderzahl und der Untertitel                 \u003ci\u003eromanevolution\u003c\/i\u003e                 setzt sein hinterfragendes Spiel mit der Gattungsbezeichnung                 \u003ci\u003eroman\u003c\/i\u003e                 fort.                 \u003ci\u003eunsichtbare filme\u003c\/i\u003e                 etwa relativierten sich als                 \u003ci\u003erelativer roman, das offene schloss\u003c\/i\u003e                 wiederum präsentierte sich als                 \u003ci\u003eambivalenz roman.\u003c\/i\u003e                 (Alle drei hier genannten Titel benützen übrigens paradoxe Formulierungen.) Die Bezeichnung »Roman« dient heute in erster Linie als Verkaufsargument am Büchermarkt, als ernstzunehmender Diskussionsbeitrag im literarischen Feld hat sie längst ausgedient - oder wie Jacques Rancière es formuliert: »Der Roman stellt sich hingegen als Anstrengung dar, einer Welt die Poetizität wiederzugeben, die sie verloren hat.« Niemand weiß dies besser als herbert j. wimmer: »permutation ist mutation ist selektion ist evolution ist permutation ist selektion ist mutation ist evolution usw.«","brand":"Buchserien.de","offers":[{"title":"Neuware","offer_id":54021478023506,"sku":"9783854496885","price":35.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0615\/7002\/3593\/files\/unnamed_294ca480-231a-4ba4-95eb-ac8794127958.jpg?v=1784292752","url":"https:\/\/www.buchserien.de\/products\/schon-wieder-noch-nie","provider":"Buchserien.de","version":"1.0","type":"link"}